Wie die Bilder laufen lernten

Ein Projekt zur Geschichte des Films, Osterferien 2003

Wie die Bilder laufen lernten. Unter diesem Motto führt die Kinderkulturwerkstatt Musifratz eine Ferienprojektwoche durch. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Films.




 Jeder Projekttag beginnt mit einem offenen Angebot. Hier können die Kinder schon mal in die Filmgeschichte eintauchen und filmische Spielzeuge bauen, zum Beispiel Lebensräder.

Mit einer Serie von kleinen Zeichnungen wird ein Bewegungsablauf dargestellt. 

 Man dreht das Rad und schaut durch die Schlitze in einen Spiegel. Die gezeichnete Figur scheint sich plötzlich zu bewegen und es sieht aus wie ein Zeichentrickfilm.

Auch die Fotografie gehört zu den Vorläufern des Films. Die Kinder verkleiden sich und machen wie in alten Zeiten Schwarz-Weiß-Aufnahmen. 

 In der Dunkelkammer können die Kinder die Fotos selbst belichten und entwickeln. Die Augen passen sich den schwachen Lichtverhältnissen in der Dunkelkammer an und man kann erkennen, wie auf dem Fotopapier ganz langsam ein Bild erscheint.

In der Schattentheaterwerkstatt können die Kinder mit einfachsten Mitteln bewegte Bilder erzeugen. 

 Da man hinter der Leinwand mit kleinen Figuren hantieren muss, ist es gar nicht so einfach, wie es von vorne aussieht.

Die Kinder haben sich eine Geschichte mit einer Hasenfamilie ausgedacht: Um sich vor dem Wolf zu schützen, bewerfen die Hasen den Wolf mit Eiern. Weil solche Geschichten an vielen Orten und immer zu Ostern passieren, kann man an den Ostertagen im Wald oder im Garten so viele Ostereier finden.  

 In der Stummfilmwerkstatt sind die Kinder vor allem als Schauspieler gefragt. Weil man ohne gesprochene Sprache auskommen muss, kommt es vor allem auf die Gestik und Mimik an.

Wenn doch mal ein Satz vorkommen soll, muss man ihn beim Filmschnitt als Schrift einblenden. 

 In der Trickfilmwerkstatt müssen die Kinder zunächst viele Vorbereitungen erledigen. Alle Hintergründe müssen gemalt und die kleinen Figuren sauber ausgeschnitten werden.

Für die Aufnahmen haben wir eine Trickbox. Auf den Boden der Trickbox werden die Figuren und die Hintergründe gelegt. Oben ist die Videokamera eingehängt. 

 Der Trickfilm funktioniert mit dem so genannten Stopptrick. Die Kamera dreht nur für den Bruchteil einer Sekunde und wird sofort wieder angehalten. Dann werden die Figuren, die sich in dem Film bewegen sollen, ein ganz kleines Stück verschoben.

Wer die große Filmvorführung am letzten Projekttag verpasst hat, kann das nachholen. Einige Filme findet ihr auf dieser Homepage unter der Rubrik „Filme“. Außerdem ist bei Musifratz eine Videokassette oder eine DVD mit allen Filmen, die bei der Projektwoche entstanden sind, erhältlich. 

 Bei der Projektwoche „Wie die Bilder laufen lernten“ haben mitgemacht: Sigrun Geukler, Julia Hoffmann, Charlotte Bez, Dario Ackermann, Sarah Tellers, Adrian Camuz, Charlotte Post, Selena Knoop, Sophia Krafft, Antonio Mariani, Julian Kruse, Yannik Hansen, Eva Schulze, Karsten Schulze, Jan Viergau, Malte Fleischer, Lucia Hasenburg, Rebecca König, Sina Disselkamp, und Sophia Witte.

Projektleitung: Gabi Kaudewitz und Rudolf Gier-Seibert unter Mitarbeit von Julia Geller und Catarina Pliet. 


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