Traumfabrik Musifratz

Osterferienprojekt 2004

Die Fortsetzung von: „Wie die Bilder laufen lernten“
(Vergl. entsprechenden Titel in dieser Rubrik)

In der „Traumfabrik Musifratz“, können die mitwirkenden Kinder an die Erfahrungen aus „Wie die Bilder laufen lernten“ anknüpfen. In Anlehnung an Hollywood-Filmstudios drehen sie den 20-minütigen Märchenfilm „Drachentränen“.




 Schauplätze der Geschichte sind ein Internat und eine Märchenbuchwelt. Erzählt wird von einem Prinzen, der sich in eine Prinzessin verliebt. Leider wird er durch geheimnisvolle Kräfte in einen Drachen verwandelt. Um gerettet zu werden, muss er das Märchenbuch verlassen und die Welt der Menschen aufsuchen.

Ähnlich wie bei einer professionellen Filmproduktion übernehmen die Kinder verschiedene Aufgaben. Neben Video gibt es eine Schattentheater- und eine Gestaltungswerkstatt. 

 Die Gestaltungsgruppe ist für den Bau der Requisiten zuständig. Die Kinder erstellen Buchgeisterkostüme ...

... und das übergroße Märchenbuch. 

 Auch der Bau des Drachenkostüms ist Aufgabe der Gestaltungsgruppe. Für den Schuppenpanzer des Drachens müssen die Kinder sehr viele Pappstücke ausschneiden, die in mühsamer Kleinarbeit mit Musterklammern aneinander befestigt werden. Die Kinder, die den Drachen bauen, spielen ihn auch.

Bei einem Amateurfilm wie „Drachentränen“ werden die Dialoge (Gespräche) normalerweise direkt am Drehort zusammen mit dem Bild aufgenommen. Manchmal ist es aber einfacher, Bild- und Tonaufnahmen zu trennen. Weil hier der Darsteller, der den verwandelten Prinz spielt, nicht im Drachenkostüm steckt, werden seine Sätze nachträglich gedreht und später beim Schnitt unter die entsprechenden Szenen gelegt. 

 Die Märchenwelt wird auf der Schattentheaterbühne umgesetzt. Im Gegensatz zum Figurenschattentheater, wo mit kleinen, ausgeschnittenen Pappfiguren gearbeitet wird, treten die Kinder hier selbst in Erscheinung. Das Prinzip ist aber das gleiche: Die Kinder werden von einer Lichtquelle angestrahlt. Ihre Schatten treffen auf eine Leinwand und werden als Umrissfiguren sichtbar.

Als Lichtquelle dient ein Overhead-Projektor. Gemalte Objekte werden ausgeschnitten, auf farbige Folien aufgeklebt und auf den Projektor gelegt. Auf der Leinwand erscheint neben dem Prinzenpaar die Schlosskulisse als Schatten. 

 Die Schattentheatergruppe probt nicht - wie normalerweise - für einen Live-Auftritt, sondern sie nimmt einzelne Szenen für den Film auf. Dies hat einen Vorteil: Die Kinder können ihre Szenen begutachten und unter Umständen neu drehen.

Bei einem größeren Filmprojekt wie „Drachentränen“ wirken viele Kinder mit. Weil nicht jeder alles machen kann, sind gute Planung und Arbeitsteilung erforderlich. Zahlreiche Szenen müssen aufeinander abgestimmt werden, so dass daraus eine schlüssige und interessante Geschichte entsteht. 

 Den Abschluss des Projekts bildet die Filmpremiere in einem Kino. Zu der Vorführung ins Münsteraner CINEMA kommen ca. 200 Zuschauer.

Stolz präsentieren die Kinder ihren Eltern, Geschwistern, Freunden, Bekannten und anderen Interessierten ihren eigenen Spielfilm.


 


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